NEWS vom 27. Januar 2010
Hoher Besuch am Deutschen Gemeinsschaftsstand auf der MIDEM 2010

Gute Stimmung bei der Eröffnung des Deutschen Gemeinschaftsstandes auf der MIDEM
Für kleine und mittlere Musikverlage sei die Förderung des MIDEM Gemeinschaftsstandes in Cannes existenziell. Das erklärte die Präsidenten des Deutschen Musikverleger-Verbandes, Dagmar Sikorski (3.v.re.), bei der Eröffnung des Gemeinschaftsstandes, an dem 129 Unternehmen aus allen Teilen der Bundesrepublik teilnehmen. Dagmar Sikorski bedankte sich bei der Bundesregierung für diese Politik und machte vor den anwesenden Parlamentarischen Staatssekretären Steffen Kampeter (Finanzministerium, 2.v.re.) und Hans-Joachim Otto (Wirtschaftsministerium, 3.v.li.) deutlich, dass hier unter Beweis gestellt werde, dass die Politik die Musikbranche mittlerweile als kulturelle und wirtschaftliche Größe wahrnehme. Darauf hatte auch schon Kulturstaatsminister Bernd Neumann (mitte) hingewiesen, als er vor der Eröffnung ausführliche Gespräche mit den Firmenvertretern auf dem Gemeinschaftsstand führte.
Hans-Joachim Otto sagte vor den Eröffnungsgästen, dass die Musikwirtschaft durch gravierende Veränderungen gehe und dass die Bundesregierung dieses aufmerksam beobachte und helfe, z.B. mit Förderungen der Initiative Musik und Beteiligung an Messen. Otto: “Ich habe das Gefühl, als wenn die MIDEM 2010 wesentlich munterer ist als in den letzten Jahren.” Er versicherte, dass die Angebote an die mittelständischen Unternehmen für die Bundesregierung sehr wichtig seien. Man wolle die internationale Wahrnehmbarkeit des deutschen Musikmarktes fördern. Schließlich sei der Gemeinschaftsstand seit 23 Jahren auf der MIDEM und habe sich bewährt.
Steffen Kampeter versicherte, dass die Bundesregierung in Zukunft noch stärker das Urheberrecht verbessern wolle. Dazu gehöre auch die Weiterentwicklung der Verwertungsgesellschaften. “Wir wollen die Urheber schützen.” Er freue sich, dass sich seit dem Beginn seiner Aktivitäten und seiner Gespräche in der Musikwirtschaft vor Jahren sehr viel in der Kommunikation zwischen Politik und Musikbranche zum Positiven verändert habe und er hoffe, dass die Musikbranche es schaffe, sich den veränderten Rahmenbedingungen des Entertainment-Marktes anzupassen. Dies müsse sie selbst schaffen. Aber er hoffe auf die Kreativität der Verantwortlichen.
Die MIDEM hatte nach Angaben der MIDEM Direktorin Dominique Leguern 7.200 Teilnehmer aus 78 Ländern. 3.200 Unternehmen waren vertreten, 28 Prozent davon kamen zum ersten Mal. Dominique Leguern zeigte sich trotz der rückgängigen Zahlen zufrieden. “Die Vitalität der MIDEM hat noch einmal zugenommen, weil wir neue Angebote wie die MIDEM Academy hatten. Das hat sich ausgezahlt. Manager haben sehr davon partizipiert, sich weiterbilden zu können.” Viele der angebotenen Referate und Workshops waren ausgebucht. Nach den Worten von Leguern habe sich MIDEM als Networking Plattform bewährt und sei jetzt endgültig etabliert. Wie man hörte, waren über 60 Länder-Gemeinschaftsstände auf der MIDEM vertreten.