Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
(Friedrich Nietzsche)
Thank You For The Music.
(Benny Andersson/Björn Ulvaeus)
Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluss auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen.
(Napoleon I. Bonaparte)
Let The Music Play.
(Burt Bacharach/Hal David)
Music Makes The People Come Together.
(Madonna/Mirwaïs/Green/Kersey)
Dieses Lied ist nur für Dich.
Schön, wenn es Dir gefällt.
(Herberger/Naidoo)
Ein Lied geht um die Welt.
(Hans May/Ernst Neubach)
Music is a world within itself with a language we all understand.
(Stevie Wonder)

News-Archiv

22. September 2004

Musikverleger Günter Ilgner gestorben

Seit über vier Jahrzehnten prägte er den deutschen Musikmarkt mit Entdeckungen vieler Stars der deutschsprachigen Musik. Er begann seine Branchentätigkeit Anfang der 50er-Jahre als Reisevertreter bei der Deutschen Grammophon und wechselte von dort nach kurzer Zeit zur Polydor, wo er Vertriebsleiter Inland wurde. 1959 gründete er gemeinsam mit Kurt Feltz und Heinz Gietz eine Musikproduktionsfirma. Zur Electrola ging Günter Ilgner 1962 als Produktionschef. Danach wechselte er wieder zu Polydor und wurde 1964 Produktions- und Promotionchef. 1966 gründete er zusammen mit Heinz Gietz die Schallplattenfirma Cornet. Bei der EMI Electrola nahm er 1969 seine Tätigkeit als Programmdirektor auf. Im Laufe der Zeit avancierte er zum Geschäftsführer der EMI AV, Geschäftsführer der Edition Accord und stellvertretender Geschäfts¬führer der Electrola. Er hatte spektakuläre Erfolge bei der EMI mit Künstlerinnen und Künstlern wie Catarina Valente, Katja Ebstein, Gitte, Conny Froboess, Ireen Sheer, Cindy und Bert, Adam und Eve, Salvatore Adamo, Howard Carpendale, Heino, Kraftwerk, De Bläck Fööss, Otto Walkes, The Lords, Rex Gildo, um nur einige zu nennen.

1978 kaufte Günter Ilgner die Musikverlage Hans Gerig. Sie zählen heute zu den wenigen großen erfolgreichen noch im Privatbesitz befindlichen Unternehmen der Musikbranche. Die Gerig Musikverlage haben über 30.000 Titel im Verlag, darunter alle großen Karnevals-Hits, aber auch Hits des deutschen Schlagers. Günter Ilgner erkannte schnell, dass neben der klassischen Verlagsarbeit die Produktions-tätigkeit eines Musikverlegers erforderlich wurde und etablierte 1979 das Label Papagayo, im Vertrieb der EMI Electrola. In den darauf folgenden Jahren produzierte er Künstler wie Andy Borg, BAP, Purple Schulz, Telly Savalas, Fritz Brause, Hape Kerkeling u.a.

1989 kaufte Günter Ilgner den Harth Musikverlag und den Pro Musica Verlag in Leipzig. 1991 gründete er die Schallplattenfirma Carlton Musikvertrieb GmbH. Trotz der nationalen Erfolge hat Günter Ilgner immer darauf geachtet, dass die guten internationalen Kontakte des Hauses Gerig weiter gepflegt und ausgebaut wurden. Charterfolge wie z. B. „Believe“ (Cher), „Angel“ (Lionel Richie), „When the heartache is over“ (Tina Turner), „Bailamos“ (Enrique Iglesias) oder „I will love again“ (Lara Fabian) runden seine Karriere auf beeindruckende Weise ab.

Günter Ilgner war außerdem in zahlreichen Gremien ehrenamtlich tätig, darunter im Wertungsausschuss der GEMA und im Medienausschuss der IHK Köln. Im Deutschen Musikverleger-Verband war er über zwei Jahrzehnte hinweg Mitglied in verschiedenen Ausschüssen, so im Fachausschuss für Tonträgerfragen, im Rundfunkausschuss sowie im Ausschuss für U-Musik, den er von 1989 bis 1991 leitete. Während dieser Zeit war er auch Mitglied des DMV-Vorstandes. Im Jahr 2000 verlieh ihm der Verband die Goldene Ehrennadel.

Das Familienunternehmen wird im Sinne von Günter Ilgner von seinen drei Söhnen fortgeführt.

Günter Ilgner hinterlässt seine zweite Ehefrau Ulla Ilgner - Norden und die drei Söhne Lutz, Carsten und Uwe Ilgner aus erster Ehe.

 

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